Donnerstag, 30. September 2010

Friday I´m in love

So, das waren jetzt ein paar furchtbare Wochen. Furchtbar anstrengend, furchtbar stressig, furchtbar emotional... naja, letzteres wären sie gewesen, wenn ich es zugelassen hätte.

Aber irgendwer musste ja ruhig bleiben. Muss ich immer. Außerdem steh ich eindeutig lieber der ganzen Sache mit absoluter Gefühlskälte gegenüber als diese ganze Energie aufzuwenden, um mich angemessen aufzuregen.

Dafür gibt es ja dann den Freitag. Denn schließlich lässt sich alles mit Alkohol davon spülen, und dieses tolle Gefühl hatte ich schon länger nicht mehr. Und ich werde dabei Tiamat hören, Wildhoney hat irgendwie so ne hübsche Drogenatmosphäre. Klingt nach nem Plan. 


Schade nur, dass der ganze Stress sämtliche Kreativität vernichtet hat. Ja, ich weiß, ich bin kein kreativer Mensch - aber das heißt nicht, dass ich nicht durchaus mal kreativ sein kann. Nur momentan leider nicht. Aus einer leeren Hülle können auch keine literarischen Ergüsse kommen, um es mal so zu formulieren.


Wie auch immer. Morgen geh ich trinken. Samstag werd ich krank.

Cheers!

Samstag, 11. September 2010

Alles hat ein Ende.

Dieser Satz hallt jeden Tag in meinem Kopf wider. Ich sehe es, wenn ich die Menschen um mich herum ansehe. Ich höre es, wenn ich den Gesprächen um mich herum zuhöre. Aber vor allem spüre ich es. Ich erwache jedem Tag mit dem Gefühl, dass mein Leben zuende ist. Alles ist müde. Es ist, als wäre die Welt als Ganzes erschöpft. Als gäbe es einfach keine Kraft mehr, aus der man Energie schöpfen kann. Als wären wir alle nur noch tote Masse, die sich im Wind hin und her treiben lässt.

Ich habe das Gefühl, vollkommen ausgebrannt zu sein. Klar, theoretisch existieren ja so viele Möglichkeiten. Aber Angst lähmt. Trägheit lähmt. Und irgendwann verläuft die gesamte Existenz nur noch in immer gleichen Abläufen, weil die Flexibilität und Energie für alles andere fehlt.

Ich könnte weinen, ich könnte schreien, ich könnte alles um mich herum zerstören - aber ich kann es nicht. Ich weiß nicht mehr, ob ich es nicht kann weil ich es nicht darf, oder ob es andersherum ist. Ich weiß gar nichts mehr, ich spüre nur noch diese Leere. Dieses Verlangen einfach allein zu sein, die Augen zu schließen und sie nie wieder zu öffnen. Einfach nie wieder aufzuwachen, weil dieser Alltag mich so endlos überfordert.

Und dann sind da ja immer die anderen. Die anderen, die Erwartungen haben, Ansprüche und Forderungen stellen, mich beanspruchen und sich dann noch das Recht herausnehmen sich zu beschweren. Ich kann sie nicht mehr ertragen. Ich versuche es, aber alles in mir schreit auf. Sie sollen hinsehen! Sie sollen verstehen! Aber es ist ja allgemein bekannt, dass Ignoranz eine der größten Stärken des menschlichen Charakters ist. 


Ich weiß wirklich nicht, wie ich dieses Schuljahr überstehen soll. Es ist gerade einmal ein Monat vergangen. Ich habe keine Energie mehr. Ich will nur noch Ruhe. Erholung. Schlaf. Betäubung. 


Aber nun ja. Ich sollte wahrscheinlich einfach nicht so viel jammern. Und in einem dreiviertel Jahr ist das alles vorbei. In einem dreiviertel Jahr ist alles vorbei...