Ulver sind eine wundervolle Band aus Norwegen, die ich schon seit einiger Zeit kenne und momentan wieder für mich entdecke. Besonders spannend ist, wie unterschiedlich und experimentell die Alben sind. Schon allein die ersten drei Alben lassen sich genre-technisch nur schwer unter einen Hut bringen. Da wäre zunächst Bergtatt, das eher in die Folk Metal Richtung geht, während Kveldssanger ein rein akustisches Neofolk Album ist und man bei Nattens Madrigal wieder rauhen Black Metal zu hören bekommt.
Aber das ist ja gerade das schöne an Ulver, Genrezugehörigkeiten spielen anscheinend keine Rolle. Und so entwickelt sich die Band über Industrial, Ambient, Trip Hop und Electronica Einflüsse hin zu einer ganz eigenen Art der Musik. Das einzige, was man von einem Ulver Album erwarten kann, ist das Unerwartete. Dennoch steht immer eins im Mittelpunkt, die Schönheit und Atmosphärik der Musik. Ob nun im Black Metal oder in elektronischen Klangwelten, Ulver schaffen es stets, den Hörer in eine ganz eigene Welt zu katapultieren. Und das ist es doch, was Musik erreichen sollte.
Ulver im Vergleich:
Nattens Madrigal
http://www.youtube.com/watch?v=57pPK9LIa34
Perdition City
http://www.youtube.com/watch?v=IsohacPK7W0
Außerdem kann ich auch andere Projekte des Sängers Kristoffer Rygg empfehlen. So ist er unter anderem auf Alben oder einzelnen Tracks von Arcturus, Borgnagar, Head Control System und sogar The Gathering zu hören und beweist einmal mehr, dass er von typischen Black Metal Screams über einen kräftigen Bariton bis hin zu beschwörenden Sprechgesängen allerlei Gesangstechniken beherrscht.