Donnerstag, 18. März 2010

Fight your thoughts

Laut, alles ist zu laut.

Meine Gedanken hallen in meinem Kopf, stumme Schreie, die nur ich höre.

Das Rauschen, Schreien, Rasseln und Zischen meiner Gedanken übertönt alles, ich nehme nichts anderes mehr wahr.

Sie sind so laut.

Sie verdrängen alles, sogar meine Erinnerungen. Sie verändern meine Gedächtnis, meine Sichtweise, meine Gefühle, mein Leben. Sie löschen meine Vergangenheit in Teilen aus, erschaffen eine neue oder verschleiern die alte.
Sie verhindern meine Zukunft. 
Sie nehmen die Gegenwart gefangen.

Sie nehmen mich gefangen, kontrollieren mich, verwirren mich.
Wahnsinn, purer Wahnsinn.
So laut.

Ich höre nur noch ein leises Rauschen neben all ihren Schreien. Ich sehe nichts mehr außer den grellen Blitzen in meinem Inneren, die mich zerreißen.

Aber ich weiß.
Ich weiß, wie ich sie besiegen kann.

Rot, rot ist die Antwort, die Lösung, meine Rettung. 
Meine Erlösung.

Rot, bittersüße Freiheit.

Ein letztes Crescendo, ein überwältigendes Aufbäumen zu unendlichem Chaos.
Lauter, schneller, lauter, im Staccato, hin und her, alles dreht sich.

Doch dann kommt Wärme.
Kälte. Ruhe. Unendliche Ruhe.

Und endlich höre ich sie wieder.
Höre die Stille, wegen der ich eins geflohen war.
Ich höre die Einsamkeit, die unendliche Ratlosigkeit, die Gleichgültigkeit und die neutrale Kälte des Universums, die alles durchdringt.

Und als ich falle, beginnt das Murmeln und Summen erneut. Leise, ganz leise und sacht zunächst.

Ich lächle. Ein neuer Tag kann beginnen.
Vielleicht besiege ich sie heute.

1 Kommentar:

  1. Es ist wundervoll.
    Trotz des Schmerzes so verdammt wundervoll.
    Ich denke, ich kann es verstehen.
    Auch wenn ich dieses Geühl warscheinlich aus
    anderen Gründen kenne, aber ich kenne es.
    Rot ist die Antwort.
    Wenn ich das richtig interpretiere verstehe
    ich noch mehr.

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