Samstag, 11. September 2010

Alles hat ein Ende.

Dieser Satz hallt jeden Tag in meinem Kopf wider. Ich sehe es, wenn ich die Menschen um mich herum ansehe. Ich höre es, wenn ich den Gesprächen um mich herum zuhöre. Aber vor allem spüre ich es. Ich erwache jedem Tag mit dem Gefühl, dass mein Leben zuende ist. Alles ist müde. Es ist, als wäre die Welt als Ganzes erschöpft. Als gäbe es einfach keine Kraft mehr, aus der man Energie schöpfen kann. Als wären wir alle nur noch tote Masse, die sich im Wind hin und her treiben lässt.

Ich habe das Gefühl, vollkommen ausgebrannt zu sein. Klar, theoretisch existieren ja so viele Möglichkeiten. Aber Angst lähmt. Trägheit lähmt. Und irgendwann verläuft die gesamte Existenz nur noch in immer gleichen Abläufen, weil die Flexibilität und Energie für alles andere fehlt.

Ich könnte weinen, ich könnte schreien, ich könnte alles um mich herum zerstören - aber ich kann es nicht. Ich weiß nicht mehr, ob ich es nicht kann weil ich es nicht darf, oder ob es andersherum ist. Ich weiß gar nichts mehr, ich spüre nur noch diese Leere. Dieses Verlangen einfach allein zu sein, die Augen zu schließen und sie nie wieder zu öffnen. Einfach nie wieder aufzuwachen, weil dieser Alltag mich so endlos überfordert.

Und dann sind da ja immer die anderen. Die anderen, die Erwartungen haben, Ansprüche und Forderungen stellen, mich beanspruchen und sich dann noch das Recht herausnehmen sich zu beschweren. Ich kann sie nicht mehr ertragen. Ich versuche es, aber alles in mir schreit auf. Sie sollen hinsehen! Sie sollen verstehen! Aber es ist ja allgemein bekannt, dass Ignoranz eine der größten Stärken des menschlichen Charakters ist. 


Ich weiß wirklich nicht, wie ich dieses Schuljahr überstehen soll. Es ist gerade einmal ein Monat vergangen. Ich habe keine Energie mehr. Ich will nur noch Ruhe. Erholung. Schlaf. Betäubung. 


Aber nun ja. Ich sollte wahrscheinlich einfach nicht so viel jammern. Und in einem dreiviertel Jahr ist das alles vorbei. In einem dreiviertel Jahr ist alles vorbei...


1 Kommentar:

  1. Oh man... dieses Gefühl kenn ich nur zu gut... :/

    "[...] Am Liebsten würde ich mich jetzt irgendwo pennen legen und einfach für immer schlafen. Einfach träumen, mich erholen vom Leben und nie mehr aufwachen. [...]"
    - aus "Danke" von Storyteller

    Ja, man stumpft irgendwann auf einen minimalen Tagesablauf ab, weil man einfach überfordert ist und viel zu viel Energie aufwenden muss, sich selbst nicht mehr aufraffen kann. Der Wunsch, zu Schlafen, ist somit irgendwie ein Schutzmechanismus, eine Fluchtmöglichkeit aus dem Alltag. Einfach alles um sich herum zu vergessen... keine Gedanken, keine Sorgen, kein Gefühl... nur angenehme Stille, in der nichts existiert... :)

    Auf der einen Seite an sich ganz schön irgendwie, aber auf der anderen Seite doch ziemlich bedrückend. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass wenn man abends früher ins Bett geht, man dann am nächsten Tag echt nicht mehr ganz so durchhängt und mehr Energie hat. Und bei der Alltagsmonotonie hilft es eigentlich, wenn man sich ab und zu kleine Highlights schafft, auf die man sich freut und an die man sich gern erinnert :) Ich wünsche dir, dass du das Dreivierteljahr gut rumkriegst! Halt durch, du schaffst das :)

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