Freitag, 2. März 2012
She could have died today. The truck driver didn´t even stop.
She came to tell me in person. I couldn´t let go of her afterwards, I had to hug her and hold her hand the whole evening. I´m shaking. I don´t want to let her out of my sight. She´s in shock. Me too.
Montag, 13. Februar 2012
Slaughterhouse-Five
1. Don´t go and read "a few pages" before falling asleep. Seriously, just don´t. It always turns into "a few hundred".
3. Don´t leave the window open at night unless you want to wake up every time the train passes.
Last night, I broke all three. But I had my reasons.
First of all, I don´t have to be awake before noon. That makes it really hard to convince myself to go to bed before midnight.
Second, it wasn´t just a random book. It was Slaughterhouse-Five. I´ve wanted to read that book for a long time because everyone praises it so much. Really, even my favorite TV shows speak about it (Supernatural and Criminal Minds, anyone?). It´s considered one of the most influential American novels of the 20th century.
Most importantly, it is about the firebombing of Dresden. I live in Dresden, 62 years later. Today is the 13th of February. I just needed to finish that book.
And it really touched me. Made me think. My sleep-deprived brain was a tangle of twisted ideas and strange thoughts afterwards, all messed up and broken and warped.
It´s an awesome book. I guess Cat´s Cradle is next.
What I don´t get is - why can we not talk about this stuff in school? In English class, in Literature class, I don´t care. It might just help to get all those superficial teenagers reading again if there´d be books that actually talk about stuff teenagers are interested in - blood, violence, sex, humour, time travel, whatever.
It doesn´t have to be Vonnegut, if they don´t want to talk about war. There are so many renowned writers that might be interesting for younger readers - Bukowski sure enough talks about stuff most teenagers know, Salinger´s Catcher in the Rye is great, Nabokov´s Lolita deals with pedophilia, everyone has watched Fight Club so it shouldn´t be too hard to make them actually read the god damn book. (And really, Fight Club has many interesting points about modern society.)
Reading is important. I mean, it teaches you so many things. It builds and extends your vocabulary. Reading is the reason why my English is good and my French sucks. Reading is the thing that got me interested in so many other things. Reading makes us think. It´s an effortless way of learning because a good novel teaches you things without you noticing it.
I´ve always hated History.
Vonnegut taught me more about war than all those 12 years of History class.
Freitag, 6. Januar 2012
Politik. Wirtschaft. Gesellschaft.
Moralvorstellungen. Ideologie. Gesetz. Normen. Richtlinien.
Studium. Ausbildung. Lehre. Lernen. Arbeiten. Karriere.
Familie. Kinder. Ansehen.
Wir leben in einer Welt voller Grenzen. Ländergrenzen, die sich über die Jahrhunderte immer wieder geändert haben. Geschwindigkeitsbegrenzung. Kreditbegrenzung. Sicherheitsabstand.
Die Linien in unserem eigenen Kopf.
Bis hier hin, und nicht weiter! Diesem Weg folgen, und du kommst ans Ziel!
Wir haben uns eine eigene Welt abseits der Natur erschaffen, eine Welt, die sich viel besser an unsere Bedürfnisse, an unser seltsames Streben nach MEHR und BESSER anpasst, als es Wälder, Wüsten, Wiesen und Berge wohl je könnten.
Wir wollen bequemer leben, mehr erreichen, mehr lernen, mehr aus uns machen.
Wir gehen dafür zur Schule. Wir arbeiten. Wir reproduzieren uns. Wir führen Kriege.
Politik.
Was ist Politik schon anderes als moderne Kriegsführung, auf die eine oder andere Art?
Und doch – Führung. Wir brauchen Führung. Irgendjemand muss doch die Kontrolle haben. Wer hat schon Lust, sich um mehrere Millionen Menschen zu kümmern? Die Logistik, die Wirtschaft, Geld, Sozialwesen, Bildung? Alle zufrieden stellen lautet die Devise, aber bitte nicht sich selbst vergessen.
In dieser Welt leben wir, in dieser Welt wollen wir leben. Weil es einfacher ist als zu jagen und zu sammeln. Bequemer. Weil wir wirklich das Gefühl haben etwas erreichen zu können. Wir sind intelligent, wir können uns bilden, wir können etwas bewegen. Wir können uns ernähren, mit 8 Stunden Arbeit am Tag, fünf Tage die Woche. Großartiges Angebot, besser kann mans nicht treffen.
Und trotzdem jammern, protestieren, demonstrieren.
Denn wir dürfen ja nicht die Moral vergessen, moralisch ideologisch philosophisch idealistisch.
Aber was bleibt, letztendlich?
Letztendlich ist es alles nur Ablenkung.
Wir werden geboren. Wir sind tot.
Irgendwie muss man die Zwischenzeit ja ausfüllen.
Letztendlich ist es alles nur Ablenkung von unserem eigenen unausweichlich bedeutungslosen Tod.
Wer möchte schon daran denken, dass bald alles vorbei ist? Wer glaubt heutzutage noch an das tröstliche Leben nach dem Tod? Wir leben immer länger und haben immer mehr Angst.
Da ist es doch besser, sich mit Arbeit und Grundsätzen und Richtlinien und Pflichten und Hobbies und Politik vollzustopfen, bis wir alles wieder auskotzen, aussteigen, nur um wieder von vorn anzufangen.
Lieber ein paar Kriege führen, anstatt über die eigene Sterblichkeit nachzudenken.
Die Kinder in Afrika haben sowieso keine Chance, keine Hoffnung. Für die macht es keinen Unterschied, ob sie heute oder morgen sterben.
Aber für uns – wir haben doch noch so viel zu erreichen, so viel zu tun.
Politik. Wirtschaft. Gesellschaft.
Moralvorstellungen. Ideologie. Gesetz. Normen. Richtlinien.
Studium. Ausbildung. Lehre. Lernen. Arbeiten. Karriere.
Familie. Kinder. Ansehen.
Willkommen im 21. Jahrhundert.
It´s a beautiful life.