Politik. Wirtschaft. Gesellschaft.
Moralvorstellungen. Ideologie. Gesetz. Normen. Richtlinien.
Studium. Ausbildung. Lehre. Lernen. Arbeiten. Karriere.
Familie. Kinder. Ansehen.
Wir leben in einer Welt voller Grenzen. Ländergrenzen, die sich über die Jahrhunderte immer wieder geändert haben. Geschwindigkeitsbegrenzung. Kreditbegrenzung. Sicherheitsabstand.
Die Linien in unserem eigenen Kopf.
Bis hier hin, und nicht weiter! Diesem Weg folgen, und du kommst ans Ziel!
Wir haben uns eine eigene Welt abseits der Natur erschaffen, eine Welt, die sich viel besser an unsere Bedürfnisse, an unser seltsames Streben nach MEHR und BESSER anpasst, als es Wälder, Wüsten, Wiesen und Berge wohl je könnten.
Wir wollen bequemer leben, mehr erreichen, mehr lernen, mehr aus uns machen.
Wir gehen dafür zur Schule. Wir arbeiten. Wir reproduzieren uns. Wir führen Kriege.
Politik.
Was ist Politik schon anderes als moderne Kriegsführung, auf die eine oder andere Art?
Und doch – Führung. Wir brauchen Führung. Irgendjemand muss doch die Kontrolle haben. Wer hat schon Lust, sich um mehrere Millionen Menschen zu kümmern? Die Logistik, die Wirtschaft, Geld, Sozialwesen, Bildung? Alle zufrieden stellen lautet die Devise, aber bitte nicht sich selbst vergessen.
In dieser Welt leben wir, in dieser Welt wollen wir leben. Weil es einfacher ist als zu jagen und zu sammeln. Bequemer. Weil wir wirklich das Gefühl haben etwas erreichen zu können. Wir sind intelligent, wir können uns bilden, wir können etwas bewegen. Wir können uns ernähren, mit 8 Stunden Arbeit am Tag, fünf Tage die Woche. Großartiges Angebot, besser kann mans nicht treffen.
Und trotzdem jammern, protestieren, demonstrieren.
Denn wir dürfen ja nicht die Moral vergessen, moralisch ideologisch philosophisch idealistisch.
Aber was bleibt, letztendlich?
Letztendlich ist es alles nur Ablenkung.
Wir werden geboren. Wir sind tot.
Irgendwie muss man die Zwischenzeit ja ausfüllen.
Letztendlich ist es alles nur Ablenkung von unserem eigenen unausweichlich bedeutungslosen Tod.
Wer möchte schon daran denken, dass bald alles vorbei ist? Wer glaubt heutzutage noch an das tröstliche Leben nach dem Tod? Wir leben immer länger und haben immer mehr Angst.
Da ist es doch besser, sich mit Arbeit und Grundsätzen und Richtlinien und Pflichten und Hobbies und Politik vollzustopfen, bis wir alles wieder auskotzen, aussteigen, nur um wieder von vorn anzufangen.
Lieber ein paar Kriege führen, anstatt über die eigene Sterblichkeit nachzudenken.
Die Kinder in Afrika haben sowieso keine Chance, keine Hoffnung. Für die macht es keinen Unterschied, ob sie heute oder morgen sterben.
Aber für uns – wir haben doch noch so viel zu erreichen, so viel zu tun.
Politik. Wirtschaft. Gesellschaft.
Moralvorstellungen. Ideologie. Gesetz. Normen. Richtlinien.
Studium. Ausbildung. Lehre. Lernen. Arbeiten. Karriere.
Familie. Kinder. Ansehen.
Willkommen im 21. Jahrhundert.
It´s a beautiful life.
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